Judith Wodtke
Judith Wodtke, 24.10.2022

Negative Kritik VS Konstruktive Kritik

Wie gehe ich richtig mit Kritik um?

Kritik gehört zum Arbeitsalltag dazu – darüber freut sich niemand, daher ist es wichtig, den richtigen Umgang mit Kritik für sich selbst zu finden.

Es gibt zwei Arten von Kritik, die sich grundsätzlich unterscheiden.

Die konstruktive Kritik ist nicht nur wünschenswert, sondern auch für die persönliche und fachlich Weiterentwicklung sehr hilfreich. Sie bietet Raum für Verbesserung – „Fehler“, die nicht benannt werden, können von uns auch nicht erkannt werden und passieren somit immer wieder.

Hier hilft konstruktive Kritik ungemein weiter und erleichtert allen Seiten die Zusammenarbeit im Job.

Allerdings muss diese Form der Kritik „brauchbar“ sein.

Statt: „Das ist schon wieder falsch. Sie können ja nix, wie oft muss ich Ihnen das noch erklären.“

Besser: „Sie haben diesen Vorgang nicht wie besprochen bearbeitet. Sollen wir das nochmal gemeinsam durchgehen, damit dieser Fehler beim nächsten Mal nicht wieder passiert?“

Bei dem o. g. Beispiel ist die erste Formulierung eine negative Kritik – die Aussagen sind im Endeffekt die gleichen, der Ton unterscheidet sich deutlich. Negative Kritik hat den Effekt, einem Mitarbeiter / einer Mitarbeiterin die gemachten Fehler in abwertender Form vorzuwerfen.

Die Art der kritischen Äußerung hat sehr großen Einfluss auf die Wirkung sowie den Lerneffekt. Fühle ich mich persönlich angegriffen oder zu Unrecht kritisiert, falle ich als Mitarbeiter eher in die „gar nicht!“-Haltung. Ich bin weniger dazu bereit, meinen „Fehler“ zu erkennen und mein Verhalten zu verändern.

Wie ein Mitarbeiter / eine Mitarbeiterin auf Kritik reagiert ist auch von der persönlichen Reife und mentalen Stärke abhängig. Je höher die Resilienz ist, desto besser kann man im Job aber auch im Privatleben mit Kritik umgehen.

Aber wie kann ich richtig auf Kritik reagieren?

  • Lass die gehörten Worte sacken. Atme erst mal tief durch und lass dich nicht zu einer Kurzschlussreaktion hinreißen. Bleibe sachlich und bitte evtl. um etwas Bedenkzeit
  • Sei ehrlich zu dir selbst! Hinterfrage die Kritik sachlich und emotionslos – vielleicht ist es berechtigt?!? Nicht gleich lospoltern..
  • Frage nach, wenn dir der Sachverhalt unklar ist oder du und nicht weiß, was du besser machen könntest.

Nobody is perfect – konstruktiv vorgetragene Kritik kann uns aber sehr dabei helfen, besser zu werden. Im Job und im Privatleben.

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