Judith Wodtke
Judith Wodtke, 25.07.2022

Mitarbeitermotivation

Motivation = die Erklärung warum Menschen oder Tiere ein bestimmtes Verhalten zu einem gewissen Zeitpunkt einleiten, fortsetzen oder beenden. (Wikipedia)

Um seine Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen zu motivieren, ist es wichtig, die Beweggründe zu kennen, warum diese Person im Unternehmen arbeitet. Die beiden klassischen Faktoren sind:

  • Um das Leben zu finanzieren
  • Ziele erreichen / Karriere / Erfolg im Job
  • Um sich selbst zu verwirklichen

Je nach Trigger-Punkt reagieren Menschen unterschiedlich auf Anreize und entsprechend demotiviert, wenn diese fehlen.  

Eine grobe Einteilung könnte wie folgt aussehen:

GRUPPE 1

„Ich arbeite:“                 „.. um zu überlegen“

„Mich treibt an:“           „.. ich muss mein Leben bezahlen“

„Meine Motivation:“      „Geld / Lohn / Gehalt“

GRUPPE 2

„Ich arbeite:“                 „.. um einen guten Job zu machen.“

„Mich treibt an:“          „Ich fühle mich Zugehörig zum Team / zum Unternehmen. Wenn sich aber etwas Besseres findet, bin ich weg.“

„Meine Motivation:“    „Gemeinsamer Erfolg / Lob / Gehaltserhöhung / Boni“

GRUPPE 3

„Ich arbeite:“             „.. für den Erfolg und die Anerkennung.“

„Mich treibt an:“         „Die Bedeutung meiner Arbeit und der sichtbare Erfolg nach innen und außen.“

„Meine Motivation:“   „Anerkennung / Neid / Bedeutung / Aufstieg mit finanzieller Verbesserung“

GRUPPE 4

„Ich arbeite:“              „.. weil ich meine Arbeit / meinen Job liebe.“

„Mich treibt an:“        „Ich möchte mein Team / Kollegen / Mitarbeitenden motivieren und inspirieren.“

„Meine Motivation:“   „Selbstverwirklichung“

 

Wie schaffen es Arbeitgeber, die jeweiligen Mitarbeiter-Typen zu motivieren?

In den ersten beiden Gruppender o. g. Tabelle kann die Aussicht auf eine finanzielle Anerkennung gut funktionieren, um die Arbeitsmoral sowie die Leistungsbereitschaft zu erhalten – wird das Ziel erreicht, gibt es einen Bonus. Dabei sollte das Ziel klar formuliert, messbar und vor allem realistisch sein, auch der Zeitrahmen muss allen beteiligten Mitarbeitenden bekannt sein.

Aber natürlich freuen sich diese Mitarbeitenden ebenfalls über ein Lob und die „mündliche“ Anerkennung der geleisteten Arbeit.

Mitarbeitende / Führungskräfte, die auf den unteren beiden Gruppen angesiedelt sind, reagieren eher auf Anerkennung in Form von Beförderungen / Lob vor dem Team / eine besondere Auszeichnung sowie Bestätigung durch Vorgesetzte. Geld und monetäre Leistungen sind in dieser Gruppe willkommen, aber nicht der Hauptantrieb. Menschen, die für den Erfolg oder die Selbstverwirklichung arbeiten, brauchen „das große Ganze“ und den Applaus oder möchten einen tieferen Sinn in ihrem Tun finden.

Die Motivation ist intrinsisch und muss nicht unbedingt von außen kommen.

Für alle Arbeitnehmer / Arbeitnehmerinnen gilt aber übereinstimmend, dass jeder geschätzt werden möchte.  Die Führungskraft genauso wie die Aushilfe. Oft helfen hierbei schon kleine Hebel, um die Motivation zu steigern und gute Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen im Unternehmen zu halten.

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